Wissenschaftlicher Hintergrund – und darüber hinaus
Die Aletheia-Reihe bewegt sich an der Schnittstelle von Wissenschaft und Fiktion. Sie nimmt reale physikalische Konzepte als Ausgangspunkt, dehnt sie erzählerisch und führt sie in Bereiche, die unser Bild von Realität hinterfragen. Jede Stufe der Geschichte spiegelt eine andere Form des Umgangs mit Wissen: vom Experiment über das Wagnis bis zur Transzendenz.
Band 0 - Aletheia: Stimmen des Aufbruchs
Im Prequel stehen die Menschen und ihre Entscheidungen im Vordergrund. Wissenschaftliche Elemente bilden den Rahmen, bleiben aber noch im Bereich des Bekannten.- 1G-Beschleunigung: realphysikalisch möglich, jedoch mit heutigen Mitteln unerreichbar.
- Heliopause: die reale Grenze des Sonnensystems als symbolischer Zielpunkt.
- KI-Experimente: ODiN wird als adaptive Quanten-KI eingeführt – ein Konzept, das reale Entwicklungen im Quantencomputing poetisch überhöht.
Band 1 – Aletheia: Eine Reise ins Ungewisse
Hier treten spekulative Erweiterungen in den Vordergrund.- Adaptive Quanten-KI (ODiN): inspiriert von realen Konzepten, doch in der Geschichte weit über gegenwärtige Technik hinausgedacht.
- Casimir-Feld: ein reales Quantenphänomen, das hier als Grundlage für Raumveränderungen dient.
- Euklidische Geometrie & toroidale Netze: reale mathematische Strukturen, die in der Geschichte als Navigationsprinzip genutzt werden.
- Temporäre Raumzeitkrümmung: eine künstlich erzeugte Krümmung mit exakt abgestimmten Parametern, die den ersten Schritt jenseits des bekannten Horizonts ermöglicht.
Sagittarius A* - https://de.wikipedia.org/wiki/Sagittarius_A*
Adaptive Quanten-KI – Fiktion: Weiterentwicklung und Kombination der Quanten-KI und Quanten-Adaptive-Boosting. - https://www.fraunhofer.de/de/forschung/aktuelles-aus-der-forschung/quantentechnologien/quanten-ki.html - https://ki-echo.de/glossar/quanten-adaptive-boosting
Casimir-Feld – In Anlehnung an Casimir-Effekt - https://www.spektrum.de/lexikon/astronomie/casimir-effekt/61
Euklidische Geometrie - https://de.wikipedia.org/wiki/Euklidische_Geometrie
Nichteuklidische Geometrie - https://de.wikipedia.org/wiki/Nichteuklidische_Geometrie
Toroidale Netze – Eine auf 6 Dimensionen erweiterte Fassung des Toroidalen Feldes - https://mathworld.wolfram.com/ToroidalField.html
Band 2 – Aletheia2 Resonanz
Der zweite Band führt die Konzepte weiter – bis an den Rand des Denkbaren.- Resonanzkorridor:
Im Zentrum des zweiten Bandes steht der Resonanzkorridor – eine fiktive Technologie, die auf der Idee basiert, dass Raumzeit nicht nur gekrümmt, sondern in Schwingung versetzt werden kann.
Diese Schwingung erzeugt Überlagerungen von Realität, die Distanzen und Zeitspannen auflösen. Während Wurmlöcher oder Einstein-Rosen-Brücken Raumzeit durch Tunnel verbinden, arbeitet der Resonanzkorridor mit Frequenzen, die Realitäten selbst in Einklang bringen – oder sie zerreißen.
Resonanzkorridor, Wurmloch, Singularität – ein Vergleich der Konzepte
Die drei großen Prinzipien, die in der Aletheia-Reihe auftreten, greifen unterschiedliche Ansätze für interstellare Reisen und Transformation auf. Sie stehen nicht in Konkurrenz, sondern markieren jeweils eine andere Stufe des Verständnisses.- Wurmloch – die klassische Abkürzung:
Physikalische Idee: Ein Tunnel, der zwei Punkte in Raumzeit direkt verbindet (Einstein-Rosen-Brücke).
In der Realität: rein theoretisch, instabil, erfordert exotische Materie.
In Aletheia: ein bekanntes, aber nie genutztes Konzept – es steht für die naive Hoffnung, Raum einfach zu durchdringen. - Singularität – das existenzielle Tor:
Physikalische Idee: Ein Punkt unendlicher Dichte, wie im Zentrum eines Schwarzen Lochs.
In der Realität: Singularitäten sind mathematische Grenzen, physikalisch nicht vollständig beschrieben.
In Band 1: Die Reise der Aletheia führt zu Sagittarius A*, wo sich die Singularität nicht nur physikalisch, sondern auch existenziell offenbart.
Bedeutung: Die Singularität steht für Auflösung, Transformation – ein Tor, das mehr verändert als den Ort. - Resonanzkorridor – Schwingung statt Brücke:
Fiktive Idee: Statt Raumzeit zu durchlöchern, bringt der Resonanzkorridor sie in einen Zustand, in dem Distanzen keine Rolle mehr spielen.
Funktionsprinzip: keine feste Abkürzung, sondern ein Zustand der Kohärenz, in dem mehrere Realitäten überlagert werden.
In Band 2: Er wird zur zentralen Technologie – und zum Prüfstein für die Frage, ob wir in einem Universum leben, das überhaupt kohärent sein kann.
Bedeutung: Der Resonanzkorridor steht für Harmonie und Zerrissenheit zugleich – für die Möglichkeit, alles zu verbinden, aber auch alles zu verlieren.
- Wurmloch – die klassische Abkürzung:
- Universelle Raumzeitkrümmung:
Die in Band 1 eingesetzte temporäre Krümmung wird nun zu einem universell nutzbaren Prinzip weiterentwickelt. Sie ist nicht mehr auf ein einzelnes Schiff begrenzt, sondern lässt sich – theoretisch – großflächig anwenden. Das öffnet neue Möglichkeiten, aber auch neue Risiken. - Parallele Zeitlinien und Kohärenz:
kein physikalisches Modell, sondern eine literarische Metapher für Entscheidung, Konsequenz und Kohärenz. - Quantenverschränkung ohne Raum und Zeit:
Reale Quantenverschränkung zeigt, dass Teilchen auf geheimnisvolle Weise verbunden sind, unabhängig von Entfernung.
In Aletheia2 Resonanz wird diese Idee poetisch erweitert: nicht Teilchen, sondern ganze Realitäten scheinen miteinander verschränkt zu sein – Verbindungen ohne Ort, ohne Zeit, ohne Anfang oder Ende.
Darüberhinaus
Wissenschaft in Aletheia ist keine fertige Antwort, sondern eine Sprache für das Unbekannte. Sie zeigt uns Wege, aber nicht das Ziel. Gleichungen, Theorien und Modelle sind hier wie Schatten, die von etwas Größerem zeugen.
Vielleicht liegt die größte Resonanz nicht in den Instrumenten, die wir bauen, sondern in den Gedanken, die sie in uns auslösen.
Vielleicht beginnt Wahrheit dort, wo unsere Sprache endet.
Und vielleicht ist das, was wir Wirklichkeit nennen, nur eine Ahnung – ein leises Echo, das uns über alle Grenzen hinaus begleitet.