Feedback und Rezensionen
Hier sind einige Stimmen, die als Rezensionen und per e-Mail und eingetroffen sind.
An dieser Stelle vielen Dank für das Feedback.
Band 1: Ungewöhnlich, aber faszinierend
Aletheia ist kein klassischer Science-Fiction-Roman, sondern eine bewusst unkonventionelle Erzählung. Fünf Wissenschaftler brechen zu einer einzigartigen Expedition auf – doch statt auf Action oder technische Details setzt der Autor auf eine Mischung aus Tagebuch-Fragmenten, Reflexionen und philosophischen Fragen.
Der Einstieg liest sich flüssig und leicht, auch wenn wissenschaftliche Begriffe eingestreut sind. Besonders die intime Perspektive des Erzählers sorgt dafür, dass man direkt in seine Gedankenwelt hineingezogen wird. Wer sich eine detaillierte Vorgeschichte der Mission oder tiefere Einblicke in alle Figuren wünscht, sollte allerdings zunächst das Prequel (Band 0) lesen.
Spannend ist, wie der Text im Verlauf immer abstrakter wird: Das wirkt nicht wie ein Mangel, sondern wie ein bewusstes Stilmittel. Man muss bereit sein, sich darauf einzulassen – dann entfaltet die Geschichte eine ganz eigene Wirkung, die zwischen Literatur, Wissenschaft und Metapher changiert.
Das Buch ist damit sicher nicht für alle Leser geeignet. Wer klassische Handlungsbögen, lange Dialoge oder klare Antworten erwartet, könnte enttäuscht sein. Wer aber Freude daran hat, wenn ein Roman Erwartungen bricht und bewusst irritiert, wird hier fündig. Für diese Konsequenz und den Mut zur Eigenwilligkeit vergebe ich vier Sterne.
Band 0: Leiser Auftakt mit großer Wirkung
Der Prequel-Band zu Aletheia ist ein ganz anderes Leseerlebnis, als ich erwartet hatte – und genau deshalb hat es mich überzeugt. Statt großer Effekte oder schneller Action bietet Band 0 einen ruhigen, fast schon dokumentarischen Blick darauf, wie eine waghalsige Expedition überhaupt entstehen konnte.
Die Stärke des Buches liegt nicht in spektakulären Szenen, sondern in den Zwischentönen: in Gesprächen, Überlegungen, Zweifeln und Visionen. Man spürt beim Lesen, wie sich langsam eine Idee formt, die größer ist als die Beteiligten selbst. Dieser Ansatz wirkt unaufdringlich, aber nachhaltig – ich habe nach dem letzten Kapitel noch lange darüber nachgedacht, was Mut, Verantwortung und Erkenntnis eigentlich bedeuten.
Für Leserinnen und Leser, die neugierig sind, wie Wissenschaft und Philosophie ineinandergreifen können, ist dieses Prequel ein kleiner Schatz. Wer Action und schnelle Wendungen sucht, wird hier nicht fündig. Aber für alle anderen ist Band 0 die perfekte Einladung in ein ungewöhnliches Literaturprojekt. Von mir gibt es dafür die volle Punktzahl: fünf Sterne.
Band 1: Zu unkonventionell für mich
Das Buch erzählt die Geschichte von 5 Wissenschaftlern, die sich auf einer Expedition in das Innerste eines schwarzen Lochs begeben.
Über die einzelnen Personen, das titelgebende Raumschiff und wie es zu der Mission kam erfährt man wenig bis gar nichts. Das passiert eher in dem vorherigen Buch, betitelt als Band 0...
Der Anfang ist trotz der wissenschaftlichen Fachbegriffe sehr einfach und flüssig zu lesen und wirkt wie ein Tagebuch der Hauptfigur. Ich war sehr neugierig und habe gehofft, dass die vielen offenen Fragen bald geklärt werden und man eine emotionale Verbindung zu den Charakteren aufbauen kann. Aber nach dem Höhepunkt der Geschichte (der Eintritt in das schwarze Loch und das Treffen auf eine übernatürliche Entität) wird der Schreibstil deutlich abstrakter...
Im Anschluss erklärt der Autor, dass dies und viele andere Auffälligkeiten beabsichtigt sind und eine bestimmte Wirkung beim Leser erzeugen sollen. Das war zwar auch meine Vermutung, aber dass der Autor von sich aus erklärt wie das Werk zu verstehen ist, scheint mir ein deutlicher Beweis zu sein, dass das Konzept nicht funktioniert. Beispielsweise stören die vielen kurzen Kapitel mit Zwischenüberschriften eher meinen Lesefluss, als dass sie eine bestimmte Stimmung aufkommen lassen.
Band 2: Zerschnitten und doch kohärent – ein starkes Experiment
Nach Band 1 wusste ich, dass Aletheia kein einfacher Lesestoff ist – und gerade deshalb habe ich Band 2 mit großer Neugier begonnen. Ich wurde nicht enttäuscht: Die Geschichte ist ähnlich komplex, aber wirkt hier deutlich strukturierter und noch eindrucksvoller.
Die verschachtelten Zeitlinien, die man beim Lesen fast chronologisch empfindet, sind kunstvoll in einzelne Teile zerschnitten. Normalerweise bringen mich Zeitsprünge und parallele Linien völlig aus dem Konzept – hier aber nicht. Im Gegenteil: Das Konzept funktioniert erstaunlich gut und hält die Spannung über den gesamten Verlauf.
Besonders gelungen sind die eingestreuten Zwischenseiten (Echos und Abweichungen). Sie lockern die dichten Kapitel auf, ohne den Lesefluss zu bremsen, und geben der ganzen Erzählung eine zusätzliche Resonanzebene.
Band 2 ist damit nicht nur eine Fortsetzung, sondern eine konsequente Weiterentwicklung: komplex, vielstimmig, aber erstaunlich lesbar. Für mich funktioniert dieses ungewöhnliche Erzählkonzept perfekt – deshalb fünf Sterne.
Band 1: Zu rätselhaft für mich
Ich bin mit großen Erwartungen an Aletheia herangegangen, wurde aber schnell unsicher, was der Autor eigentlich erzählen will. Am Anfang dachte ich noch, es wird eine klassische Science-Fiction-Geschichte mit Raumschiff und Mission, doch schon nach kurzer Zeit wurde der Text für mich immer unverständlicher.
Die vielen kurzen Kapitel, die ständigen Brüche und die abstrakten Passagen haben mich eher verwirrt als neugierig gemacht. An einigen Stellen hatte ich das Gefühl, nur Notizen oder Fragmente zu lesen, ohne dass mir klar wurde, wie sie zusammenhängen.
Bestimmt steckt darin ein tieferer Sinn, aber der hat sich mir nicht erschlossen. Für experimentelle Literatur mag das spannend sein – für mich war es schlicht zu schwer zugänglich. Deshalb drei Sterne: nicht schlecht, aber auch nichts für Leser wie mich, die eine klarere Handlung erwarten.
Hard-Science-Fiction, Fast-Fiction
Dieses Buch ist anders. Bisher hatte ich immer Prosa und Seitenfüller in Büchern. Das ist hier nicht der Fall. Hier geht es Zack, Zack, Zack. Ich musste mich mehrfach ermahnen nicht einfach drüber zu lesen, sondern einzutauchen. Das Buch kann Kopfkino erzeugen, wie angekündigt.
Aletheia – Band 1 (spoilerfreie Zusammenfassung):
Fünf Wissenschaftler und eine Künstliche Intelligenz brechen mit dem Raumschiff Aletheia auf,
um das Unmögliche zu wagen: den Eintritt in das Herz eines Schwarzen Lochs. Was als streng
geplante Forschungsmission beginnt, verwandelt sich in eine Reise an die Grenzen von
Wissenschaft, Wahrnehmung und menschlicher Existenz.
Zwischen nüchterner Forschung, innerer Zerrissenheit und philosophischen Fragen entfaltet sich eine Erzählung, die nicht nur nach den Geheimnissen des Kosmos fragt, sondern auch nach dem Platz des Menschen darin.
Einfach zu lesen.
Ähnlich aufgestellt, wie Band 1.
Es sind tatsächlich 10 Kurzgeschichten aus 10 verschiedenen Perspektiven, die verschiedene
Zeitpunkte der 10 Jahre vor dem Start der Aletheia zeigen. Ich habe das Buch nach dem Band 1
gelesen. Es lieferte mir mehr Hintergrund zu den Charakteren und zur Mission. Man kann dieses
Buch sehr gut nach Band 1 lesen.
Meine Vermutung: Der Autor hatte diverse Notizen zu den Charakteren vor Band 1 gemacht und diese
jetzt mit mehr Details versehen und um weitere Storylines erweitert. Ich hätte mir noch mehr
Hintergrund zu den Charakteren erhofft, wurde aber durch dies nicht enttäuscht, würde aber einen
Punkt dafür abziehen.
Aletheia – Band 0 (Zusammenfassung ohne Spoiler):
In diesem Prequel geht es weniger um spektakuläre Ereignisse, sondern vielmehr um die Entstehung
einer kühnen Idee: eine Expedition jenseits aller bekannten Grenzen. Der Band beleuchtet, wie
Wissenschaftler und Visionäre zusammenfinden, welche Spannungen und Überzeugungen sie tragen und
welche Fragen größer sind als technische Lösungen.
Es ist eine leise, nachdenkliche Vorgeschichte, die zeigt, dass eine Mission ins Unbekannte nicht mit dem Start des Raumschiffs beginnt, sondern lange vorher – mit Entscheidungen, Zweifeln und dem Mut, das scheinbar Unmögliche überhaupt in Betracht zu ziehen.
Feedback zu Aletheia
Hallo Kairos,
ich habe gerade Band 1 von Aletheia beendet und wollte dir einfach kurz schreiben.
Das Buch war für mich ein ziemlicher Ritt – erst dachte ich, es sei klassische Science-Fiction, dann wurde es immer abstrakter. Am Anfang hat mich das verwirrt, aber irgendwann habe ich gemerkt, dass genau das die Wirkung ist: Man verliert die Orientierung, so wie die Crew im Schwarzen Loch.
Besonders stark fand ich die Stellen, an denen du fast nur Andeutungen stehen lässt. Ich habe selten ein Buch gelesen, das mich so sehr zum Mitdenken zwingt. Klar, manchmal war es auch anstrengend, aber auf eine gute Weise.
Danke für diese ungewöhnliche Leseerfahrung. Ich freue mich auf Band 2.
Viele Grüße
Lukas
Eindruck nach Band 0
Hallo Kairos,
ich wollte dir kurz schreiben, weil ich gerade Aletheia – Band 0 gelesen habe.
Normalerweise überspringe ich Vorgeschichten, aber hier bin ich froh, dass ich zuerst zum Prequel gegriffen habe. Es war ruhiger als erwartet, fast schon nachdenklich, aber genau das hat mir gefallen.
Man merkt, dass der Schwerpunkt nicht auf Action liegt, sondern auf dem „Warum“ hinter der Mission. Für mich hat das den Einstieg in Band 1 leichter gemacht, weil ich das Gefühl hatte, die Figuren und ihre Motive besser zu verstehen.
Danke für diese besondere Herangehensweise – sie hebt sich wohltuend vom Üblichen ab.
Herzliche Grüße
Mara
Band 1 – ich habe den Faden verloren
Hallo.
Ich habe mir Aletheia – Band 1 gekauft, weil mich das Thema sofort angesprochen hat. Die Idee, mit einem Raumschiff in ein Schwarzes Loch aufzubrechen, fand ich großartig.
Aber ehrlich gesagt bin ich beim Lesen ziemlich ausgestiegen. Am Anfang war alles noch spannend, wie ein persönliches Logbuch – das hat mir gefallen. Dann wurde der Text aber immer fragmentierter, mit vielen kurzen Abschnitten und Brüchen, und ich habe irgendwann nicht mehr verstanden, wo die Geschichte hinwill.
Vielleicht war das so beabsichtigt, aber für mich hat es die Spannung rausgenommen. Ich habe nicht aufgegeben und bis zum Ende gelesen, aber es hat mich eher ratlos zurückgelassen.
Trotzdem Respekt, dass du etwas so Eigenes wagst. Es ist nur leider nichts für mich.
Viele Grüße
André
Band 2 – hat mich komplett überrascht
Hallo Kairos,
ich wollte dir unbedingt schreiben, weil ich gerade Band 2 beendet habe. Nach Band 1 wusste ich, dass deine Bücher keine leichte Kost sind, und ich war darauf eingestellt, wieder viel Geduld mitbringen zu müssen.
Aber diesmal hat es mich total gepackt: Die vielen Zeitlinien, die eigentlich verwirren könnten, haben für mich erstaunlich gut funktioniert. Ich hatte das Gefühl, dass alles fast chronologisch ineinanderfließt, auch wenn es in Wirklichkeit zerschnitten war. Das hat die Spannung für mich noch erhöht.
Die Echos und Abweichungen zwischen den Kapiteln fand ich genial – sie haben die Geschichte aufgelockert und gleichzeitig eine zusätzliche Tiefe erzeugt. Normalerweise verliere ich bei Zeitsprüngen schnell den Überblick, aber hier hat es gepasst und mich bis zum Ende getragen.
Vielen Dank für dieses außergewöhnliche Leseerlebnis. Ich glaube, Band 2 ist bisher mein Favorit.
Beste Grüße
Svenja
Wann geht es weiter nach Band 1?
Hallo Kairos Prime,
ich habe gerade Aletheia – Band 1 gelesen und bin noch ganz gefangen von der Stimmung. Auch wenn ich nicht alles verstanden habe, fand ich die Mischung aus Wissenschaft, Philosophie und den fragmentierten Kapiteln sehr faszinierend.
Jetzt frage ich mich natürlich: Wird es eine direkte Fortsetzung geben, und wann darf man mit Band 2 rechnen?
Viele Grüße
Nadine